Herzlich Willkommen beim Verein für Geschichte und Heimatkunde Langenselbold e.V.

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Wilhelm Völker - Sonderausstellung am Sonntag, 5. August 2018

Geboren 9. 9.1903      † 8.3.1991

Eine Hommage an den Langenselbolder Heimatforscher

Wilhelm Völker ist vielen älteren Langenselboldern als Heimatforscher und Zeichner sehr wohl bekannt.  In seiner akribischen Art und nahezu fehlerfrei hat er die Geschichte Langenselbolds von den ersten Siedlungsspuren bis zur Neuzeit aufgearbeitet und in seinem Heimatbuch 1 und 2 niedergeschrieben. Die beiden Bände umfassen jeweils weit über 400 Schreibmaschinenseiten bei geringstem Zeilenabstand. Allein diese Tatsache sagt schon sehr viel aus über die großartige Leistung von Wilhelm Völker.  Aber nicht nur die Quantität seiner Forschungsarbeit sticht hervor, sondern auch die Art der Wiedergabe seiner Forschungsergebnisse. Kaum ein historisches Detail bleibt unreflektiert und unbelegt, die Liste seiner Literaturangaben und authentischen Zitate ist lang. Was zeichnerisch darstellbar war, wie historische Bauwerke oder Gesamtansichten vom Dorf Langenselbold, hat er mit Feder und Tusche festgehalten und z.T. mit den ortstypischen Idiomen benannt.  In seinen beiden Bildbändchen „Langenselbold in alten Ansichten 1 u. 2“ kommt dies deutlich zum Ausdruck.  Wer kennt heute noch das „Betzeloch“, die „Ooloo“ oder die „Gäißebrecke“? Wilhelm Völker hat diese Orte aufgesucht, gezeichnet und damit das nur spärlich vorhandene Fotomaterial ergänzt.

Die hier in der kleinen Ausstellung vorliegenden Originale des Heimatforschers sind ein Geschenk der ehemaligen Zahnärztin Dr. med. dent. Einschütz-Linka . an den Verein.  Ihr Vater Wilhelm Einschütz hatte die Originale von Völker  erhalten und in seiner Praxis aufgehängt, später gingen sie in den Besitz der Tochter über. Als dann Frau Dr. Eischütz-Linka  kürzlich ihre berufliche Tätigkeit aufgab, überließ sie die Bilder dem Verein für Geschichte und Heimatkunde zur Aufbewahrung und für die historischen Ausstellung im Bereich der regionalen Volkskunde. Für den Verein stellen die Zeichnungen eine Rarität dar, nicht nur wegen ihrer Originalität und Qualität, sondern auch wegen ihrer geschichtlichen Aussagekraft.

Verein für Geschichte und Heimatkunde Langenselbold, August 2018

Neues aus dem Verein

Im September, nachdem  die Schutzzeit für die im Rödelbergwald horstenden und brütenden Milane Ende August zu Ende ist, können die Renovierungsarbeiten am Dach des keltischen Hügelgrabes beginnen. Das alte Dach, das undicht war und durchgehängt hat, soll durch ein stabileres Dach aus Trapezblech ersetzt werden. Das tragende Gerüst aus Holz wird besser im Erdreich des Hügels verankert, wobei die Firma Stefan Platt Sorge tragen will, dem wir hier schon einmal herzlich danken. Auch Maßnahmen für eine noch bessere Sicherheit der Besucher, insbesondere der Kinder, Schulklassen etc. sollen dabei Berücksichtigung finden. Diese Maßnahmen sind deswegen richtig und sinnvoll, weil es sich hier um ein schützenswertes Denkmal der Vorgeschichte handelt, welches das regionale Geschichtsbewusstsein nachhaltig fördert. Dies ist insbesondere für unsere Kinder und Jugendliche von großer Bedeutung.

Abgabe von Museumsgegenständen (z.B. nach Haushaltsauflösung) finden Sie hier.  

Ehrenamtliche Museumsarbeit

Die Museumsmannschaft, die sich jeden Donnerstag von 9:30 Uhr bis 13:00 Uhr zu einem Arbeitseinsatz im Museum trifft, besteht aus bis zu 15 Männern und Frauen. Im Museum Langenselbold gibt es immer etwas zu tun, seien es Vorbereitungen für Ausstellungen und Veranstaltungen, Restaurierung oder Archivierung. Auch die Entgegennahme von Museumsgut kann donnerstags vormittags zwischen 10 und 12 Uhr erfolgen. Diese Tätigkeiten erfordern nicht nur ein wenig Kraft, sondern auch Geist und Phantasie. Vorstandsmitglieder und Beiräte koordinieren die Arbeiten. Es können sich sowohl Vereinsmitglieder als auch Nichtmitglieder bzw. Beitrittswillige, die den Verein "testen" wollen, beteiligen. Ein hochinteressantes Betätigungsfeld, das sich besonders für Pensionäre/Rentner eignet. Hier bieten die Räume für (noch) nicht ausgestellte Gegenstände aus Landwirtschaft und Handwerk des 19./20. Jahrhunderts unendliche Möglichkeiten, sein Wissen bzw. seine Ideen oder körperlichen Fähigkeiten einzusetzen.

Mitgliedschaft
Der Jahresbeitrag beträgt 20 €. Eintrittsformulare sind hier oder während der Öffnungszeiten des Museums erhältlich: