Teilnahme am Konzert

Die Mundartgruppe nimmt am Neujahrskonzert des GVSängerlust 1895 in der Klosterberghalle Langenselbold mit 2 mundartlichen Beiträgen teil. Die Veranstaltung beginnt um 16:00 Uhr. Die mundartlichen Beiträge werden vor und nach der Pause eingebaut sein und jeweils etwa 5-8 Minuten dauern.

Weiterbildung der "Schproochschoul" - Aktivisten

Am 17. November nahmen 3 Mitglieder der "Schproochschoul" (Hans Runkel, Herbert Röder, Manfred Keil) an einem Workshop über das Thema Dialekt, seine Erforschung und die digitalen Recherchemöglichkeiten in der Volkshochschule Gelnhausen (Bildungspartner Main-KInzig) teil. Frau Dr. Hanna Fischer von der Philipps-Universität Marburg leitete den Workshop vor etwa 10 Interessierten Mundartsprechern. Im Mittelpunkt stand der alte Wenker´sche Sprachatlas, der auf das 19. Jahrhundert zurückgeht. Frau Dr. Fischer referierte gekonnt nicht nur über die Absicht des Atlases, sondern auch über seiner Projektion in die heutige Zeit.  Der Kurs war eine anspruchsvolle, wissenschaftlich orientierte Veranstaltung, die in 3 kurzweiligen Stunden die Welt des hessischen Dialektes behandelte, seine heutige Wertigkeit und Möglichkeiten zur Erforschung darstellte und den Volkshochschülern einige Tipps zu ihrer jeweilige Arbeit vor Ort in den Geschichtsvereinen vermittelte. 

Fragen zum Vortrag oder auch zum regionalen hessischen Dialekt im Allgemeinen nimmte die "Sälweder Schproochschoul" gerne entgegen

Achte Schulstunde gut besucht

Die 8. Schulstunde der Mundartgruppe war diesmal neben der regulären Schulstunde geprägt von Vorträgen und der Begutachtung historischer Bilder.. Zum Schluss waren Anekdoten aus Selbold auf der Tagesordnung, die sich im Verlaufe der fortschreitenden Zeit noch multiplizierten. Es wurde diskutiert, warum man früher die Enwohner eigentlich nur am sogenannten U-Namen (Uznamen) erkannte, denn viele hatten den gleichen Familiennamen wie Schmidt, Fuchs, Müller oder Mohn. Da war es eine Erleichterung, wenn man die Person auf Anhieb "beschreiben" konnte. Gerne würde der Verein die über 100 U-Namen einmal publizieren, aber es gab Einsprüche. Eine Liste von den U-Namen aus den1970er Jahren besteht jedoch im Schriftenarchiv.

Weitere Gesprächsthemen waren Anekdoten, die auf Selbolder Begebenheiten zurückgehen und die zum Schmunzeln anregten. Dabei, d.h. in der Zeit der 1960er und 1970er Jahre, war die "political correctness" noch unbekannt und man ging miteinander nicht so zimperlich um. Man bedrohte sich gelegentlich auch mit markigen Sprüchen, von denen einer Bekanntheitswert erreiche:

"Wann de näit uffhierst, mich se beleidische, haach eisch´der uff´s Aache, uff doas doo on uff´s anner Aache aach!"

Ob das dann alles so ernst gemeint war und ob man etwas vom Geist der damaligen Zeit in unsere Zeit übertragen kann, sei dahin gestellt.

In dieser HInsicht verlief die "Oacht Schoulschtonn" auf jeden Fall sehr lustig und kurzweilig. Man kann gespannt sein, ob der Abend "Schule macht".