Die „Schproochschoul“ lädt ein

Die Mundartgruppe des Vereins für Geschichte und Heimatkunde lädt auch im neuen Jahr 2018 wieder zum Schulbesuch ein. Am Freitag, dem 19. Januar, um 19:00 Uhr wird wieder einmal im Heimatmuseum, Schlosspark 2, eine Schulstunde der besonderen Art abgehalten.

Der Besuch ist freiwillig und kostenlos. Während bei den ersten beiden Stunden der Ursprung des Dialektes und dessen regionale Unterschiede behandelt wurden, wird in der dritten Stunde die Modulation des Umlautes im Selbolder Dialekt näher untersucht. Denn dass Mühe = Meuh, küssen = kesse und Schüssel = Schessel heit, das wissen die älteren Selbolder genau. Weitere Beispiele werden in der "Schoulschtonn" am 19. Januar erörtert. Und außerdem werden die "Liehrer" (Lehrer) der "Sälweder Schproochschoul" einige Beispiele aus ihrem Dialekt-Wörterbuch zitieren.

Das ist wichtig, denn wer weiß schon oder noch, dass der Kunstdünger = Schtraazeusch, Kartoffelbrei = Schtommsel und Mineralwasser = Genswoi heißt oder wer weiß, warum die Stachelbeeren = Kluusterbiern genannt wurden. In der dritten Schulstunde werden solche "Geheimnisse" gelüftet.

Ganz zum Schluss wird versucht, das 1880 schon bekannte "Selbold-Lied" noch bekannter zu machen, vielleicht auch zur erneuten "Uraufführung" zu bringen. 

Es lädt ein das Schproochschoul-Team: Manfred Keil, Hans Runkel, Herbert Röder und Wilhelm Pilger

"Schoulschtonn"

Die Mundartgruppe des Vereins, bestehend aus Dr. Manfred Keil, Hans Runkel, Wilhelm Pilger und Herbert Röder, hat sich vorgenommen, in unregelmäßigen Abständen eine "Schoulschtonn" abzuhalten. Die erste dieser Art, bestehend aus "Pflicht und Kür" fand am 23. Mai 2017 im Heimatmuseum statt. Immerhin waren 10 lernwillige Selbolder (-innen) zur Schulstunde angetreten, nicht nur, um zu lernen sondern auch um selbst Beiträge zu liefern. Auch die Presse ließ es sich nicht nehmen, sich zu informieren. Am Ende war die Zeit schnell verflogen, weil es eine unterhaltsame, lehrreiche und auch lustige Unterrichtsstunde war, zur Nachahmung empfohlen. So wird auch auf Facbook positiv gepostet und mitgeteilt, dass man das nächste Mal auch wieder dabei sein wird. Näheres ist der Presse zu entnehmen, die ausführlich darüber berichtet hat, wenn auch im Wort "Sälweder" ein d zuviel hineingerutscht ist.

Die Schüler der "Schoulschtonn" lernten etwas über den Unterschied ihres Dialektes zur Frankfurter Mundart (F. Stoltze etc.) und die davon abzuleitende "Umgangssprache", die sich auch "Ausgleichsmundart", "Äbbelwoihessisch", RMV-Hessisch oder gar "Bembel-Gebabbel" nennt, eine Art Mischung aus Frankfurt und den angrenzenden Sprachgewohnheiten mit dem deutlichen Hang zu Hochdeutschen. Die Sprachforscher nennen dies "Regiolekt". Dieser soll sich angeblich weiter verbreiten und möglicherweise die originale Dialekte verdrängen. Dies allerdings wollen die "Schproochschüler" nach Möglichkeit zumindest getrennt wissen, zu verhindern wird es nicht sei . "Prosit!" (Lateinisch:Es möge gelingen!)

Unsere Neuerscheinungen

Im Folgenden sind die Titelseiten der Neuerscheinungen aufgeführt. Die Preisliste findet man unter "Veröffentlichungen". Frühere Titel findet man unter "Veröffentlichungen".