Im Augenblick sind keine Aktivitäten in oder von der Stolpersteingruppe geplant.

Kontakt und Ausstellung

Die Kontaktperson zur Stolperstein-Gruppe ist Bärbel Tarai

"Buchhandlung Büchermeer", Steinweg 9, 63505 Langenselbold

Tel. 06184 9945275  oder  info@buecher-meer.d  /  www.buecher-meer.de

 

Gedenktafel für jüdische Mitbewohner in Langenselbold

Seit September 2019 ist der Standort festgelegt: Der freie Platz gegenüber dem Bronzemönch.

Seit November 2019 steht das Mahnmal für deportierte und ermordete Langenselbolder Juden am Rathausplatz gegenüber der mittelalterlichen Gedenkstätte (Rabenuld, Priester unter Graf Dietmar). Die Kosten der Gedenkstätte wurden durch Spendengelder finanziert. Aber auch heute noch kann man dafür spenden, da im Frühjahr 2020 noch Pflegearbeiten notwendig sind. Z.B. soll die Sandsteinsäule noch rundum imprägniert werden, um sie so vor Witterungseinflüssen und den immer noch vorkommenden Tierexkrementen zu schützen. Die Stolpersteingruppe hat die nachhaltige Pflege der Gedenksätte übernommen, wie auch die im Bereich des Bronzemönches..

Die Spendenkonten:

VR Bank Main-Kinzig-Büdingen, IBAN DE63 5066 1639 0102 4640 12

Sparkasse Hanau, IBAN DE34 5065 0023 0369 1101 50

Stichwort GEDENKSTÄTTEN - PFLEGE

Der Verein kann aufgrund seiner anerkannten Gemeinnützigkeit Zuwendungsbescheinigungen ausstellen.

Die Gedenksäule mit 4 Bronzetafeln wurde im Verlaufe des Novembers 2019 fertiggestellt und in einer sehr bewegenden Einweihungsfeier Im Schloss am 24. November eingeweiht. Der Standort zwischen Rathaus und Schloss gegenüber dem Denkmal des Priestermönches Rabenuld und dem Blick auf die evangelische Kirche fand allgemeine Zustimmung. Als Ensemble spannt es gedanklich einen großen geschichtlichen Bogen vom Hochmittelalter (Klostergründung, 1108) über die Isenburder Ära (Schlossbau 18. Jh.) bis in die Neuzeit (Nationalsozialismus): Ein geschichtsträchtiger Ort auf engstem Raum.

Immer wieder wurden während der Bauzeit Stimmen laut, die die Errichtung einer Gedenkstätte kritisch bewerteten. Nämlich, es müsse endlich mal Schluss sein mit der Erinnerung an diese Zeit, man hätte doch schon genug getan. Darauf sei gesagt, dass Vorkommnisse mit rechtem Gedankengut  heute wieder oder noch an der Tagesordnung sind und man gerade deshalb nicht locker lassen darf, an die schlimme Zeit des Nationalsozialismus  zu erinnern. 120 jüdische Bürger dieser Gemeinde wurden vor dem Rathaus und an anderen Stellen zusammengetrieben, deportiert und ermordet. Ist das nicht Grund genug, daran immer wieder zu erinnern und dafür ein Denkmal zu setzen?