Achäologische Fortbildung an Grabungsfunden aus Gelnhausen (Hainaer Hof) und Steinau

Nachbereitung im Trockenen

In der Abteilung Untere Denkmalbehörde / Bodendenkmalpflege wurde ein Kurs eingerichtet, der ehrenamtliche Helfer der Archäologie in Fundbestimmung zu unterrichten. Männer und Frauen im Main-KInzig-Kreis treffen sich wöchentlich, um vom Leiter der Bodendenkmalpflege C. Bergmann über die Bestimmungskriterien der vorgeschichtlichen bzw. historischen Keramikfunde aufgeklärt zu werden. Es handelt sich dabei um die ehrenamtlichen Helfer der Bodendenkmalpflege, die im Vorfeld einer (möglichen) Grabung bei einer Feldbegehung Scherben oder andere Gegenstände auflesen und bereits vor Ort eine Auswahl treffen sollen, nämlich "ist dies geschichtlich relevant oder nicht". Um aber falsche Bewertungen von Funden im Freien zu vermeiden oder zumindest gering zu halten, ist die Kenntnis der "Keramik - Kunde" sehr wichtig. Das Interesse bei den Ehrenamtlichen ist groß, zumal bereits Grundkenntnisse vorhanden sind. So war es z.B. möglich, dass diese im Langenselbolder "Weihertsfeld" Scherbenfunde eindeutig der frühen Jungsteinzeit, der Bandkeramik, zuordnen konnten. 

Weiterhin wird in diesem Kurs begonnen, die in Blöcken geborgene Funde aus Steinau in aller Ruhe und sorgfältig frei zu präparieren, was im Freien z.B. wegen der Witterung kaum möglich ist. An verschiedenen, vor allem mittelalterlichen Scherben aus Gelnhausen ("Hainaer Hof"), konnten sich unter der Leitung des Facharchäologen in der Bestimmung der Scherben, vor allem von deren zeitlichen Einordnung, üben.  

Am Dienstag, dem 6. November wurde erstmals mit der "Scherbenkunde" und der Freipräparation eines frühgeschichtlichen Ofens einer Eisenverhüttung in der Nähe Steinaus  begonnen. An weiteren Dienstagen soll der Kurs fortgesetzt werden. (M. Keil)

Kindergarten und Archäologie, geht so was?

Die KiTa Buchbergblick hat ein einjähriges Projekt "Archäologie" mit Kindern gestartet, das viele Facetten beinhaltet. Die ganz Kleinen sind jetzt schon begeisterte Hobbyarchäologen und lernen durch interaktive Teilnahme die Welt ihrer Vorfahren kennen. Da die Kelten sozusagen vor ihrer Haustier lebten, fällt es nicht schwer, die Stätten ihres Lebens und Wirkens kennen zu lernen. Engagierte Erzieherinnen und Erzieher leiten sie dabei an. Schon jetzt deutet sich ein Erfolg des Projektes an.

Am 20. April war eine Station das Heimatmuseum mit seinen Funden der Früh- und Blütezeit keltischer Besiedlung rund um Langenselbold. Natürlich war auch das Hügelgrab dabei ein "Muss-Vorhaben" des Projektes.

Nicht nur die Erzieher haben erkannt, dass schon im KiTa-Alter Potentiale geweckt werden können, die Mädchen und Jungen jedenfalls sind "Feuer und Flamme".