Der Münzschatz von Selbold

Im Juli 1958 fanden Arbeiter bei Grabungen am Marktplatz ein kleines, mit alten Silbermünzen gefülltes, kugeliges Töpfchen. Nachforschungen ergaben, dass der Schatz etwa um 1120 vergraben worden war, also etwa in der Zeit des Klosterbaus unter Graf Dietmar von Selbold - Gelnhausen. Es handelt sich um Pfennige und Obole (Hälblinge) der Münzstätte Mainz, die in der Karolingerzeit bis in das frühe 14. Jahrhundert alleinige Münzsorten im Geldverkehr waren.

Bis zum Jahr 2000 befanden sich die Münzen in Verwahrung des Museums der Stadt Hanau, daneben 2 Keramiktöpfchen. Auf Betreiben des Vereins für Geschichte und Heimatkunde Langenselbold wurde im Jahre 2001 ein Teil (5 Münzen, jeweils Vor- und Rückseite)  als Dauerleihgabe in das Heimatmuseum von Langenselbold überführt. Der Langenselbolder Münzschatz ist ein wertvolles Dokument der Langenselbolder Geschichte.

Näheres ist der Festschrift der Stadt "875 Jahre Langenselbold", Seite 13 bis 16, zu entnehmen (auszugsweiser Abdruck eines Artikels von W. Heß  in: Hanauer Geschichtsblätter Nr. 17, 1960).

Die mittelalterlichen Münzen können im Original zur Zeit nicht ausgestellt werden, da sie restauriert werden müssen.