Ur- und Frühgeschichte

Erforschter Zeitrahmen

Der älteste Abschnitt der Urgeschichte, die Altsteinzeit (Paläolithikum, wird in Altpaläolithikum, Mittelpaläolithikum und Jungpaläolithikum untergliedert.

In Europa schließt sich an das Jungpaläolithikum nach der kurzen Übergangsphase der Mittelsteinzeit (Mesolithikum) die Jungsteinzeit (Neolithikum) an. Es folgen regional begrenzt die Kupfer- und durchgehend die Bronzezeit, dann die vorrömische Eisenzeit (in Mitteleuropa: Hallstatt- und Laténezeit). Mit dem Einsetzen der ersten Schrifterzeugnisse in Mitteleuropa im 1. Jahrhundert n. Chr. (im Orient ab dem 3. Jahrtausend v. Chr.), die ergänzend zu den archäologischen Quellen herangezogen werden, beginnt die Mitteleuropäische Frühgeschichte, die in Römische Kaiserzeit, Völkerwanderungszeit und frühes Mittelalter (Merowinger- und Karolingerzeit) untergliedert wird. Die Nordeuropäische Frühgeschichte untergliedert ihr Frühmittelalter in die Vedelzeit und die Wikingerzeit. Die nachfolgenden europäischen Zeitabschnitte deckt die Archäologie des Mittelalters und Neuzeit ab.

Neuzeit

Die Neuzeit ist dem gängigen geschichtlichen Gliederungsschema zufolge nach der Frühgeschichte, Altertum und Mittelalter die vierte der historischen Großepochen Europas und reicht bis in die Gegenwart.

In der Geschichtswissenschaft wird als Beginn der Neuzeit die Wende vom 15. zum 16. Jahrhundert angesetzt, die mit einer gewissen zeitlichen Bandbreite und vor allem aus europäischer Sicht in mehrerer Hinsicht als Einschnitt wahrgenommen wird. Als epochale Zäsuren angeführt werden zum Beispiel die osmanischen Eroberungen Konstantinopels im Jahr 453, die Erfindung des Buchdruckes um 1450, die Entdeckung Amerikas 1492 und die 1517 von Martin Luther auf dem Weg gebrachten Reformation. Unter geisteswissenschaftlichen Gesichtspunkten als Wendemarken anzusehen sind Renaissance, Humanismus und die Entwicklung des Buchdrucks in Europa. Im Sinne einer Vereinheitlichung der unterschiedlichen Betrachtungsebenen ist das markant runde Jahr 1500 von der Geschichtswissenschaft heute zur Datierung des Neuzeitbeginns gängig geworden. Als an das Zeitalter der Entdeckungen anschließende Epochen innerhalb der neuzeitlichen Geschichte sind in Europa das Zeitalter der Glaubenskriege, die Ära des Dreißigjährigen Krieges und das Zeitalter der Aufklärung zu nennen, auf globaler Ebene die Ära der industriellen Revolution, das lange 19. und das „kurze“ 20. Jahrhundert, mit dem die zeitgeschichtliche Ebene erreicht wird.  

Das Zeitalter der Neuzeit wird weiter untergliedert in:

  • Frühe Neuzeit (1450 bis 1650),
  • Jüngere Neuzeit (1650 bis 1789) und
  • Neueste Zeit (1789 bis zur Gegenwart).

Gegenstand der Forschung

Gegenstand der Erforschung sind im Gegenstand zu den anderen historischen Disziplinen gegenständliche Quellen (Keramik, Metalle, Holz, Knochen, Glas, Steinartefakte usw.) in ihrem jeweiligen Zusammenhang (Kontext), wie z.B. Bodendenkmale wie Siedlungen, Grabhügel, Burganlagen. Diese werden durch Ausgrabungen, Prospektionen und Zufallsfunden entdeckt, zugänglich gemacht und mit Hilfe formenkundlich-typologischer, historischer und sozialgeschichtlicher sowie naturwissenschaftlicher (Dendrochronologie, C-Datierung und andere), statistischer sowie Geoinformationssysteme-gestützter Analysemethoden untersucht.

Quelle: Wikipedia