Nächste Öffnung des Museums: 13. September 2020, 15 - 17 Uhr.

Suche nach einem Standort für das Epitaph

Ursprünglich fand sich der Grabstein in der Gänsgasse in einer Hofreite. Dort diente er als Abdeckung für eine Jauche-/Mistgrube.

Bisher war das Epitaph (Grabplatte)  im Vitrinenraum bei den vorgeschichtlichen Ausstellungsstücken untergebracht. Es war eine Gedenkstätte für den Schreinermeister des Isenburger Fürstenhauses, dessen Verdienste die Herren in Birstein damit gewürdigt haben. Die Verantwortlichen des Vereins suchen nun nach einem neuen Standort, der dieser Würdigung besser gerecht wird und der für den Besucher der Schlossanlage gut erreichbar ist. Über das Ergebnis der Recherche wird an dieser Stelle berichtet. Der Gedanke, das Epitaph hier zu platzieren, resultiert einerseits aus der Absicht (Förderkreis Schloss, Denkmalpflege) die Fassade der Ballettschule zu sanieren (Verfugen wie am Heimatmuseum) * und der Tatsache, dass das Epitaph die gleichen äußeren Maße hat wie das zugemauerte Fenster an der Rücwand der Ballettschule. Die Kosten für ein Fundament würden entfallen und der Arbeitsaufwand für die Wandfixierung entsprechend reduziert.

Warum soll die Grabplatte aus dem  Heimatmuseum  dorthin gebracht werden? Es gibt einige gravierende Gründe, dies zu tun:

1. Der jetzige Standort wird der historischen Zeit dieses Grabsteines nicht gerecht. Er befindet sich zur Zeit noch in Gemeinschaft mit Exponaten der Vorgeschichte, gehört aber ins Zeitgeschehen des 18. Jahrhunderts (Schlossbau <Gesinde>) = Kavaliersbau = Kath. Kirche = Ballettschule).

2. Dort ist er an einer Museumswand in einer dunklen Ecke  angebracht, wo die die ihm gebührende Wahrnehmung durch Museumsbesucher nicht gerecht wird.

* Mit der Sanierungsarbeit soll im Juni 2020 begonnen weden.

Corona im Juni 2020

Ein erster Öffnungsversuch unter Corona-Bedingungen nach der kompletten Schließung

Der Vereinsvorstand hat beschlossen, das Museum am Sonntag, dem 6. September vom 15 bis 17 Uhr zu öffnen, vielleicht  auch länger. Es ist geplant, auch das Museumscafe zu öffnen. Es gelten die besonderen Regelungen, wie sie zur Zeit  allgemein für Veranstaltungen unter Coronabedingungen gelten. In einer Presseankündigung sowie beim Einlass vor dem Museum ist Genaueres zum Museumsbesuch zu erfahren ( Abstandsregeln, Desinfektion, Maskenpflicht etc.).

Aussenstelle Klostergarten

Neuer Platz für "Türmchenuhr"

Im Rahmen der Umgestaltung des Vitrinenraums im Erdgeschoss musste auch ein neuer Platz für die Türmchenuhr  der Fa. Weuhle gefunden werden. Da diese Uhr auch in der Langenselbolder Bevölkerung mittlerweile einen gwissen Beliebtheitsgrad insbesondere bei Kindern und Jugendlichen erreicht hat ist, sollte dieser Platz augenfällig, gut erreichbar sein und sich dennoch optisch gut in die andere Ausstellung einfügen.

Umbau im Heimatmuseum

Nach Aspekten moderner Museumspädagogik

Die zwangsweise Schließung des Museums während der Corona-Krise hat die Ausstellungsleitung des Vereins bewogen, die schon seit längerer Zeit geplanten Umbauarbeiten jetzt schon in Angriff zu nehmen. Dazu gehört in erster Linie, Maßnahmen für eine bessere Darstellung der  neoilithischen und keltischen Gefäße zu ergreifen. Die Darstellung mit der bisherigen transparenten Rückwand (Glas)  ließ zwangsläufig den Blick auf die Bodenbepflasterung hinter der Vitrine zu, was vom Betrachter als störend empfunden wurde. Eine  Konstruktion mit heller Rückwand, die den Blick auf das Pflaster verhinderte, hat dieses Problem gut gelöst, wie auf den Fotos deutlich wird. 

Publikation über das Kloster Selbold

Die Publikation über das Kloster Selbold ist erschienen und kann nun in Form eines Geschichtsblattes (Nr. 64, )  beim Verein bezogen werden.

7 Seiten  1,50 € oder als Spende mit Spendenbescheinigung.

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Manfred Keil *, Rainer Peschelt  **  und Anita Schuldt   **  /   *

*  Verein für Geschichte und Heimatkunde Langenselbld

** Heimat- und Geschichtsverein Hasselroth

Das Kloster Selbold erschienen in

MKK - Mitteilungsblatt - Zentrum für Regionalgeschichte

44. Jahrgang - 2019

Die Publikation gibt einen Überblick über das Kloster Selbold von seiner Gründung 1108 bis zu seinem Niedergang 1543 und bis zu seiner "Wiederverwendung" als "Schloss" Anfang des 18. Jahrhunderts. Sie beschreibt weiter im Detail, was heute noch im Originalzustand von der ursprünglichen Bausubstanz  in Form vermauerter  oder freier "Spolien" erhalten ist und welche Rückschlüsse man von solchen Bauteilen auf die damalige Gesamtarchitektur ziehen kann. Heute noch werden wir durch die Flurbezeichnungen "Klosterberg", "Hinterm Kloster" , "Klosterwingert"  oder  "Klosterbeeren"  (für Stachelbeeren) an diese Zeit Selbolds erinnert. Dennoch fehlt uns ein überliefertes Bild oder eine exakt Beschreibung der Klosteranlage, die eine einwandfreie Rekonstruktion in einem Modell gestatten würde. Bestenfalls kann man die Klosterruine Konradsdorf als vergleichbar annehmen, weil sie baulich in die Zeit passt  (Ende 12. Jh.) oder sich an die Zeichnung des Frauenstiftes Meerholz am Eingang zum heutigen Meerholzer Schloss halten. Denn das Kloster Selbold diente sienerzeit als Vorlage für den Bau des Frauen-Klosters Meerholz.

Die Spolien finden sich in der Ausstellung des Heimatmuseums Langenselbold (Kapitelle, Basen) oder sind in den Wänden der heutigen Schlossanlage (Schloss, Herrnscheunen usw.) vermauert. Eine Führung hierzu kann mit dem Vorstand des Vereins vereinbart werden. Auch die Publikation ist im Heimatmuseum gegen eine Schutzgebühr zu  erwerben..