Standortsuche für die Bronzetafel

Möglichkeiten gäbe es einige.

"Gut Ding will Weile haben!" So könnte man im Augenblick den Stand der Bemühungen um den Standort der Bronzetafel überschreiben, der schon fast als endgültig galt. Am Mittwoch, dem 10. April fand eine Präsentation am Rathausplatz statt, die vor allem den Magistratsmitgliedern das Vorhaben der "Stolpersteingruppe" veranschaulichen sollte. Stefan Platt hatte zuvor eine Holzwand mit den geplanten Tafelmaßen aufgestellt und Bärbel Tarai (Büchermeer) die zugehörigen Überschriften vorbereitet, so dass die spätere Situation gut nachzuempfinden war. Es gab zwischen den Initiatoren des Mahnmals und den Magistratsmitgliedern eine sachlich geführte Diskussion zum Thema Tafelstandort, der auch einen neuen Vorschlag einbrachte, der aber im Kreis der "Stolpersteingruppe" überdacht und vom Magistrat beraten werden muss.

Klosterteile zurück in Langenselbold

Am 3. April 2019 führten Mitglieder und Freunde des Vereins diverse Teile des ehemaligen Klosters Selbold (Gründung 1108) von Hanauer Schloss Philippsruhe ins Heimatmuseum Langenselbold über. Die Teile stammen von einer archäologischen Notgrabung im Bereich des Schlossparkes von 1982, die unter der Regie des Hanauer Geschichtsvereins durchgeführt wurde (Krauskopf, Jüngling). Es handelte sich um originale Teile eines Gebäudes aus Sandstein mit  staufischen Säulen, um eine Ofenkachel und 4 unglasierte Fußbodenfließen mit Ornamenten. Die Teile wurden aus dem Archiv im Obergeschoss des Schlosses Philippsruhe über mehrere Treppen auf den Vorplatz des Schlosses getragen und dort in Tranporter verladen. Im Heimatmuseum Langenselbold angekommen fanden sie zunächst ihren Platz im Vitrinenraum. Mit Vorstand und Museumsleitung muss nun ihr endgültiger Standort und die Gestaltung ihrer Darbietung bestimmt werden.

Ausstellung in der Sparkassenfiliale

Seit 1. April zeigt der Verein für Geschichte und Heimatkunde im Eingangsbereich der Sparkasse Hanau, Gelnhäuser Straße, eine kleine Ausstelung zum früheren Leben in Langenselbold. Gezeigt werden typische Gegenstände aus dem Haushalt bzw. dem Leben in der Gemeinde. Umrahmt wird diese kleine Ausstellung von originalen Federzeichnungen des Heimatforschers Wilhelm Völker. Die Ausstellung soll u.a. als Anregung für einen Museumsbesuch dienen, insbesondere für die Neubürger, die ihre Stadt "von Grund auf" kennen lernen wollen.

Planungsfortschritt der Gedenktafel

Die Plaung zur Errichtung einer Gedenktafel für die Vernichtung der jüdischen Bevölkerung in Langenselbold geht weiter. Nunmehr gilt es zu entscheiden, wie die Unterlage für  die beiden Tafeln gestaltet werden soll. Zu diesem Zweck trafen sich Vertreter der Stadt und der Stolpersteingruppe am Montag, dem 18. März vor der geplanten Areal am Rathaus der Stadt, um diesen sehr wichtigen Aspekt zu beleuchten. Um sich das Ausmaß der Wand im Gelände besser vorstellen zu können, hatte man sich Pappen auf die endgültigen Maße des Denkmals zurecht geschnitten und konnte so das Gesamtbild besser erfassen. Stefan Platt wird einen Schritt weiter gehen und die Wand in Styroporblöcken maßstabsgerecht zuschneiden und diese dann zur Demonstration am 10. April vor Ort aufbauen, dem Wochentag, an dem sich auch der Magistrat der Stadt ein Bild machen kann.

 

Gedenktafel für ermordete Langenselbolder Juden - Planung geht weiter

Die Stolpersteingruppe, der Verein für Geschichte und Heimatkunde und die Stadt Langenselbold sind zur Zeit intensiv damit beschäftig, den Standort und die Gestaltung der Tafel zu optimieren. Oberhalb und unterhalb der Namen soll jeweils ein Band aus Bronze angefügt werden, das die Situation des Holocaust vor Augen führt und gleichzeitig eine Mahnung beinhaltet. Nicht zuletzt ist man bestrebt, den Hintergrund (Mauer) dem Thema entsprechend zu berücksichtigen. Für die Besucher des Mahnmals, insbesondere auch für die Behinderten soll der Zugang bequem und sicher eingerichtet werden.

Band oben: Ausgegrenzt, entrechtet, deportiert und ermordet.

Band unten: "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn auch sein Name vergessen ist" (Talmud).

Diese zusätzlichen Inschriften haben die Kosten noch etwas angehoben, so dass sich der Verein über weitere Spenden freuen würde.

Spendenkonten des Vereins

VR Bank Main-Kinzig-Büdingen:  DE 63 50661639 0102464012

Sparkasse Hanau:  DE 34 50650023 0369110150

Vorläufige Termine 2019

 

2019

22. Februar, 19:00 Uhr, Ordentliche Mitgliederversammlung (Museum)

10. Mai, 19:00 Uhr, Vortrag E. Bus über 30jährigen Krieg, Teil II

19. Mai, 14:00 -18:00 Uhr, Internationaler Museumstag (Museum)

16. Juni, Erdbeersonntag, 14:00 - 18:00 Uhr (Museum)

08. September, 12:00 - 18:00 Uhr,Tag des offenen Denkmals (Museum)

30. Nov. / 1. Dez., Weihnachtsmarkt, traditionell: "Gefellte Kliest" (Museum)

* Vereinsgründer 1926, später in Stalingrad Adjudant von Generalfeldmarschall Paulus, Gefangenschaft, DDR-Bürger und Offizier