Graf Dietmar´s Mönch "Rabenuld" vor dem klösterlichen Beet

Das Mönch-Denkmal soll an den Mönchpriester "Rabenuld" erinnern, der um 1108 dem Grafen Dietmar von Selbold und Gelnhausen die frohe Botschaft des Papstes in einer Urkunde überbrachte, in Selbold bei der Kirche "Johann Baptist" (Johannes der Täufer) ein Kloster zu errichten und dass er unter seinen Schutz stellte.  Dies war auch gleichzeitig die erste urkundliche Erwähnung des Ortes.

Viele Spender hatten die Aktion  lebensgroßer "Bronzeguss" im Jahr 2009 unterstützt. Leider konnte die Einweihung nicht im Jahr 2008, 900 Jahre nach der Ersterwähnung, wegen des Hessentages stattfinden.

Heute ist "Rabenuld" u.a. auch ein Treffpunkt  für frisch Verheiratete geworden, um sich mit ih fotografieren zu lassen. Ein "klösterliches" Beet aus heilsamen Thymian, wie er in Klöstern angepflanzt wurde, verleiht dem historischen Denkmal eine würdige  Umrahmung.

Gedenkstätte für Langenselbolder Juden im Schlosspark

Im November 2019 hatte die Solpersteingruppe aus Langenselbold in Cooperation mit dem Verein für Geschichte und Heimatkunde und der Stadt Langenselbold  im Schlosspark  eine Gedenkstätte errichtet. Sie erinnert an die unter der Naziherrschaft deportierten und in Kzs ermordeten Juden des Ortes. An dieser Stelle, unweit des Rathauses, mussten sich die Juden mit wenig Hab und Gut vor dem Abtransport in die Lager sammeln. Eine sehr emotionale Feierstunde im Schloss und an dem Denkmal  unter Beteiligung eines Rabbiners aus Frankfurt bildete dazu einen würdigen Rahmen.

Auf den 4 Bronzetafeln sind alle während der Naziherrschaft deportierten und ermordeten Langenselbolder Juden verzeichnet.

Keltische Außenstelle auf dem Rödelberg

Das Museum Langenselbold hat seit dem 9. September 2012 eine Dependance (Außenstelle) auf dem Rödelberg, etwa 500 m vom Stadtteil Hinserdorf in nördlicher Richtung. Sie kann über die Wiesgasse erreicht werden und ist von dort ausgeschildert. Es handelt sich um ein geöffnetes und überdachtes Hügelgrab der frühen Eisenzeit (Hallstatt-Kultur, etwa 800 - 750 Jahre v. Chr.), das von Archäologen und Mitgliedern des Vereins in den Jahren 2010 und 2011 freigelegt und nun zur Besichtigung frei gegeben wurde. Ein vergleichbares, offenes Hügelgrab aus dieser Zeit gibt es in Deutschland nicht, so dass der Rödelberg in Langenselbold auch ein Anziehungspunkt für Besucher außerhalb der Region darstellt. Anstelle des  ursprünglichen, maroden Daches wurde im September 2018 ein neues Dach aus Trapezblech aufgezogen, einer Gemeinschaftsanschaffung der Stadt, des Vereins für Geschichte und Heimatkunde, verschiedenen Unterstützern sowie einer privaten großzügigen Spende.